Automatisierungstechnik für die Lebensmittelindustrie

Optische Prüfsysteme für sichere Lebensmittelprozesse

Die FPA GmbH integriert optische Prüfsysteme zur Online Qualitäts- und Produktkontrolle in automatisierte Verpackungs- und Produktionslinien der Lebensmittelindustrie. Produkte, Verpackungen und Etiketten werden direkt im laufenden Prozess geprüft, ohne den Materialfluss zu unterbrechen. Zum Einsatz kommen diese Systeme unter anderem bei Stückwurst, Fleischprodukten, Produktschalen sowie weiteren verpackten oder unverpackten Lebensmitteln. Je nach Anwendung lassen sich Abmessungen, Lage, Etiketten, Texte, Mindesthaltbarkeitsdaten, Chargennummern, Oberflächen, Fremdkörper oder produktspezifische Merkmale kontrollieren.

Für ein zuverlässiges Prüfergebnis werden Kamera, Beleuchtung, Software, Fördertechnik und Schnittstellen exakt auf Produkt, Verpackung und Liniengeschwindigkeit abgestimmt. Moderne Visualisierungssysteme erfassen relevante Produkt- und Verpackungsdaten direkt im laufenden Prozess. Dadurch können auch hohe Linienleistungen zuverlässig überwacht werden.

Die Systeme erkennen beispielsweise fehlende oder falsch positionierte Etiketten, unleserliche Texte, fehlende Mindesthaltbarkeitsdaten, falsche Chargennummern, Verschmutzungen oder Fremdobjekte auf Produkt- und Verpackungsoberflächen. So unterstützt die optische Kontrolle dabei, Fehlpackungen zu vermeiden, Ausschleusungen gezielt vorzunehmen und Reklamationen zu reduzieren.

Dimensionskontrolle für Produkt- und Verpackungssicherheit

Die Dimensionskontrolle erfasst Länge, Breite, Höhe oder Kontur einzelner Produkte. Damit lässt sich prüfen, ob ein Produkt in die vorgesehene Verpackung passt und ob die Produktgröße den definierten Anforderungen entspricht. Diese Informationen sind besonders wichtig, wenn Produkte automatisiert positioniert, eingelegt oder weiterverarbeitet werden. Eine zuverlässige Dimensionsprüfung hilft, Fehlpackungen zu vermeiden und nachfolgende Verpackungsschritte stabil abzusichern.

Qualitätskontrolle von Etiketten, MHD und Chargennummern

Automatisierte Qualitätskontrollen prüfen Etiketten, Mindesthaltbarkeitsdaten, Chargennummern und weitere produktbezogene Informationen. Die erfassten Daten können mit dem jeweiligen Auftrag oder den hinterlegten Produktionsdaten abgeglichen werden. Gerade bei wechselnden Artikeln, unterschiedlichen Verpackungsformaten und variierenden Etikettenlayouts schafft diese Kontrolle zusätzliche Sicherheit. Fehlerhaft gekennzeichnete Produkte werden frühzeitig erkannt, wodurch Rückverfolgbarkeit und Prozessqualität verbessert werden.

Lagekontrolle als Schnittstelle zur Robotertechnik

Über eine Lagekontrolle werden Position und Ausrichtung einzelner Produkte auf dem Förderband erfasst. Diese Informationen können direkt an nachgeschaltete Robotersysteme, Delta-Picker oder Greiferlösungen übertragen werden. Dadurch entsteht die Grundlage für ein präzises robotergestütztes Handling. Produkte können erkannt, gegriffen, gruppiert, sortiert oder in Verpackungen eingelegt werden, ohne dass eine manuelle Ausrichtung erforderlich ist.

Fleisch-Fettanteilkontrolle zur Produktklassifizierung

Optische Prüfsysteme können auch zur Bewertung von Farbverteilungen an Produktoberflächen eingesetzt werden. Bei Fleischprodukten lassen sich beispielsweise Rot-Weiß-Anteile erfassen, um das Verhältnis von Fleisch- und Fettanteilen zu bestimmen. Diese Informationen können zur Klassifizierung, Sortierung oder Übergabe an nachgelagerte Prozesse genutzt werden. Dadurch lassen sich Produkte automatisiert bewerten und gezielter in den weiteren Produktions- oder Verpackungsprozess einbinden.